Die Grundlage der apparativen Diagnostik sind die Volumentomographie/ Computertomographie und die Magnet-Resonanz-Tomographie MRT. Damit werden die meisten diagnostischen Fragestellungen abgedeckt. Die verwendeten röntgenologischen Geräte sind die modernsten ihrer Art und haben eine nur sehr geringe Strahlenbelastung. Die strahlungsfreie MRT wird an einem 3-Tesla-Hochfeld-Tomographen, der erste im Rhein-Main-Gebiet, durchgeführt. Durch die Möglichkeit der dreidimensionale Darstellung werden die Befunde sehr eindrucksvoll und auch dem Laien verständlich.
CT
Die CT ist prädisponiert für die Darstellung der knöchernen Strukturen. Durch die hohe Auflösung und Schnittdicken von 0.375 mm lassen sich umfassend Fragestellungen der Zahnheilkunde, Implantologie, Endodontie, rekonstruktiven und orthognathen Kiefer-Gesichtschirurgie und der HNO-Heilkunde beantworten. Mit geeigneter Software können zudem OP-Simulationen und Weichteilvorhersagen erstellt werden. Mit dem
64 Zeilen MSCT des DZD können Ober- und Unterkiefer mit einer Röntgendosis von etwa 2-3 Panorama-Aufnahmen erstellt werden. Das entspricht etwa der Dosisbelastung eines Langstreckenflugs.
MRT
Die strahlungsfreie MRT ist ideal zur Darstellung von Weichgeweben und deren Differenzierung vor allem in der komplexen Kopf-Halsregion.
Die Durchführung von z.B. Kiefergelenkuntersuchungen an einem 3 Tesla Hochfeld-MRT ist in Quantensprung sowohl in der Bildqualität als auch in den diagnostischen Möglichkeiten.
Nahezu CT-Knochenauflösung und brillianter Weichteilkontrast lassen schon frühe Veränderungen des Kondylus, des Diskus und des Kapsel-Bandapparates erkennen. Entzündliche Veränderungen der bilaminären Zone und kleinste Diskusperforation oder Gelenkschleimhautreizungen werden mit intravenöser Kontrastmittelgabe hochauflösend erfaßt. Anatomische Strukturen werden selbst für den Patienten eindrucksvoll und klar dargestellt. Erstmalig gelingt die virtuelle Kiefergelenkarthroskopie.
Die computergestützte OP Simulation ermöglicht aufgrund der ausführlichen vorhergehenden Diagnostik, eine exakte und lückenlose Planung des bevorstehenden Eingriffs. Alle für die Operation erforderlichen Strukturen können erfasst und so Risiken, wie Nervschädigung oder Gefäßverletzung, minimiert werden. Desweiteren ist die Schnittführung simuliert und so das beste Ergebnis erzielt.
Die Weichteilsimulation verrät das ästhetische Ergebnis nach dem Eingriff. Es gibt die Möglichkeit aufgrund der 3D Daten eine CT-basierte Errechnung zu ermöglichen und so dem Patienten sein zukünftiges Aussehen realistisch vorzustellen. Desweiteren kann der Patient auch die Foto-basierte Variante wählen anhand der Digitalbilder das zukünftige Gesicht simulieren lassen.
Neben der 3D-CT-Planung gibt es aber noch eine preiswerte Alternative zur Vorhersage des Operationsergebnisses: die Foto-Simulation. In den meisten Fällen kann die Veränderung im Profil und Frontal anhand von digitalen Fotos computergestützt vorhergesagt werden. Kosten: €120-200,-.
Die Navigationsschablone ist das momentane High end der Operationsdurchführung. Mit dieser Hilfe kann der Operateur einen exakten Eingriff durchführen, wobei genau angezeigt wird wo Schritt für Schritt der nächste Schnitt platziert werden muß. Diese Schablonen werden individuell in einem komplizierten Verfahren angefertigt und setzen eine genaue Planung voraus.