Regelbiss / Regelverzahnung - Abweichungen

Die Zähne reihen sich im Kiefer wie die Perlen einer Perlenkette aneinander. Die oberen Zähne beißen über die unteren Zähne. Die unteren Schneidezähne berühren die Hinterseiten der oberen Schneidezähne. Nach E. Angle (1855-1930) wird in 3 Hauptgruppen unterteilt:

Klasse I : der vordere Höcker (mesio-buccale; roter Punkt) des oberen ersten Molaren (erster Backenzahn; 6er) beißt in das mittlere (zentrale Grübchen (Fossa); blauer Punkt) des unteren ersten Molaren. Diese Stellung wird als "normal" (eugnath) angesehen.

Klasse I : der vordere Höcker

Klasse II : der vordere Höcker (mesio-buccale ; roter Punkt) des oberen ersten Molaren beißt vor das mittlere (zentrale Grübchen ; blauer Punkt) des unteren ersten Molaren.

Klasse 2 : der vordere Höcker

Klasse III : der vordere Höcker (mesio-palatinale; roter Punkt) des oberen ersten Molaren beißt hinter das mittlere (zentrale Grübchen (Fossa) ; blauer Punkt) des unteren ersten Molaren.

Klasse 3 : der vordere Höcker

Eine erfolgreiche Behandlung strebt die Regelverzahnung (Klasse I) an. Ob dieses Ziel rein kieferorthopädisch oder mit kieferchirurgischer Unterstützung erreicht werden kann, hängt von der Ausprägung der Dygnathie ab. - jeder Zahn läßt sich nur begrenzt im Kiefer bewegen und kippen. Über die Regelverzahnung hinaus spielt die Stellung der Kiefer in allen drei Dimensionen für die Ästhetik eine entscheidende Rolle. Die Stellung der oberen Schneidezähne ist dabei von entscheidender Bedeutung:

  • Wieviel "Zahn" kann man beim Lachen sehen (incisor show)?
  • Wie ist die Lippenfülle (pouting)?
  • Wie breit wirkt der Kiefer (buccal corridors)?

Spielt die Gesichtsästhetik ein Grund für die Behandlung sollte ein Kiefer- und Gesichtschirurg in die Behandlungsplanung mit einbezogen werden.

Die drei Fehlerachsen